Brautschmuck Perlen

Finde nicht "einen", sondern "den" Hochzeitsfotografen

20. Januar 2016 (english version below)

Als ich meine erste Hochzeit fotografierte, ging es mir in erster Linie darum, schöne Bilder abzuliefern. Über die Jahre habe ich aber gemerkt, dass meine Kunden einen anderen Aspekt meiner Arbeit weitaus mehr schätzen. Ich habe gelernt, dass es nicht reicht, als Fotograf "einfach nur seinen Job zu machen", wenn ich möchte, dass sich meine Kunden bei mir wohlfühlen und sich mir öffnen.

Eine enge Beziehung zu meinen Paaren war mir immer wichtig. Ich wollte mehr über sie wissen als nur ihre Namen und ihr Hochzeitsdatum. Ich wollte, dass sie sich zurücklehnen und darauf freuen können, von mir an ihrer Hochzeit begleitet zu werden. Das sorgt nicht nur für eine angenehme Arbeitsatmosphäre, es stellt auch sicher, dass jedes Detail so natürlich und schön wie möglich festgehalten werden kann.

Ich möchte euch heute von einem dieser "Details" erzählen. Letzten Sommer fotografierte ich eine traumhafte Hochzeit unter freiem Himmel, die mir immer wieder ein glückliches Lächeln auf das Gesicht zaubert, wenn ich daran zurück denke. Das Paar und ich hatten uns bereits im Vorfeld kennengelernt und schnell gemerkt, dass wir gut zusammen passen. Wir verbrachten den Vorabend ihrer Hochzeit zusammen, genossen ein leckeres Abendessen und alles fühlte sich natürlich und vertraut an.

Am Hochzeitsmorgen begleitete ich die Braut während ihrer Vorbereitungen. Ich hatte sie darum gebeten, mir alle wichtigen Dinge zurecht zu legen, die sie gerne in die Fotos integrieren wollte. Als ich damit anfing, die Details zu fotografieren, fragte ich sie, ob darunter bestimmte Dinge waren, die eine besondere Bedeutung für sie hatten. Sie zeigte auf ihren Schmuck und erzählte mir, dass das Armband und die Ohrringe, die sie heute tragen wollte, aus einem Schmuckstück gemacht worden waren, das vorher ihrer Großmutter gehört hatte. Die Braut hatte mir bereits vor der Hochzeit erzählt, dass ihre Großmutter krank sei und deshalb leider nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen könne. Ihr Schmuck spielte für die Braut also eine besondere Rolle und so wusste ich, dass ich diesen in jedem Falle extra festhalten wollte.

Der Tag der Hochzeit verlief wundervoll und bereitete allen viel Freude und Spaß. Am Morgen danach traf ich die Brautmutter draußen vor dem Hotel, sichtlich mitgenommen. Ihre Mutter war in der Nacht der Hochzeit gestorben.

Es war herzzerreißend, so viele verschiedene Gefühle auf einmal zu erleben. Aber rückblickend kann ich sagen, dass die Großmutter der Braut dennoch in gewisser Weise Teil der Hochzeit war, auch wenn sie nicht persönlich vor Ort sein konnte. Und die Bilder, die ich am Morgen gemacht hatte, werden immer eine kleine Erinnerung daran sein.

Welche Art Fotograf würdet ihr also bevorzugen? Denjenigen, der schöne Bilder und einfach einen guten Job macht oder den, der sich wirklich für euch als Menschen interessiert? Denkt einfach mal drüber nach.

Meiner Meinung nach sollte eure Hochzeit mehr als einfach nur „schön“ sein – sie sollte vertraut, gefühlvoll und echt sein. Und genau das sollten Hochzeitsbilder zeigen.

Am Montag starten wir die Suche nach "dem Richtigen" :)

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Do not search for "any" but "the" photographer

January 20th, 2016

When I photographed my first wedding to me everything was about trying to get pretty pictures. But over the years I expierenced that this ist not what my clients appreciate regarding my work in first place. I've learned if I wanted my couples to feel comfy and open up to me, I had to be more than a photographer that simply does his job.

A close relationship to my couples had always been important to me. I wanted to know more about them instead of just their names and their wedding date. I wanted them to feel relaxed and looking forward to having me photograph their wedding. Not only does this cause a comfy way of working, it also ensures that every detail can be captured as natural and beautiful as possible.

Today I want to tell you a story about one of those details. Last summer I photographed a gorgeous outdoor wedding, which always brings back a little smile on my face when I'm thinking back. I'd already met the couple and we'd quickly gained the feeling that we're a good fit. We spent the evening before their wedding together, enjoyed a delicious dinner and everything felt natural and familiar.

In the morning of their wedding I was accompanying the bride while she was getting ready. I'd asked her to put together every important item that should be captured. When I started photographing all the details I asked her whether there were some things that meant something special to her. She pointed to her jewelry and told me that she had made her bracelet and her earrings out of a piece of jewelry that once belonged to her grandmother. Prior to their wedding she had told me already that her grandma was ill and that she won't be able to join the wedding. So I knew that these items were special and had to be captured separately.

The wedding went on beautiful and meant lots of joy and fun for everbody. The morning after that I saw the brides mother outside of the hotel obviously battered. Her mother had died in the night of the wedding.

It was heartbreaking – so many different emotions happening in that short time. But looking back I can state that the brides grandma finally – in some way – became part of her wedding day though not celebrating with them in person. And the photos I took in the morning will always be a little reminder of that.

So what kind of photographer would you prefer? One that takes pretty pictures and simply does a good job or one that really cares about you? Just think about that. In my opinion your wedding should be more than beautiful – it should be intimate, soulful and real. And that's what wedding photos should represent.

On Monday we're going to start searching for "the right one"

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